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Rietschen

Rietschen und LOSLAND

Auf die Gemeinde Rietschen ist LOSLAND über das Moderationsteam Ost aufmerksam geworden, das in der Lausitz ansässig ist und sich dort für Beteiligung einsetzt. Bürgermeister Ralf Brehmer bekundete schnell sein Interesse, in Rietschen einen Zukunftsrat einzuberufen. Nach einer Vorstellung des Projekts hat sich der Gemeinderat im März 2022 für einen LOSLAND Prozess entschieden. Wichtiges Thema ist wie in vielen Gemeinden in der Lausitz der Strukturwandel in der Region.

Termine

Zukunftsrat

14. und 15. Oktober 2022

Moderierte Veranstaltung mit gelosten Bürgerinnen und Bürgern.

Zukunftsforum

8. November 2022

Öffentliche Veranstaltung in lockerer Atmosphäre zur Präsentation der Ergebnisse aus dem Zukunftsrat. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger aus Rietschen sind eingeladen teilzunehmen.

Offen für alle Interessierten!

Wissenswertes über Rietschen

Die Gemeinde Rietschen liegt im sorbischen Siedlungsgebiet der Oberlausitz nahe der polnischen Grenze. Sie befindet sich am Nordrand des Naturschutzgebietes Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. Durch den Ort fließt der weiße Schöps. Ein wichtiger Gemeinschaftsort in Rietschen ist das Museumsdorf Erlichthof, ein typisches Heidedorf aus dem 19. Jahrhundert mit charakteristischen Häusern aus Schrotholz. Dort können Gäste einkehren, etwas über die Geschichte der Gegend und die wieder heimischen Wölfe erfahren und es finden regelmäßig Feste und Märkte statt. Eine weitere Besonderheit von Rietschen ist der auf dem Gemeindegebiet gelegene Braunkohle-Tagebau Reichwalde.

Rietschen
Postleitzahl: 02956
Bevölkerung: 2512
Landkreis: Görlitz
Orts-/Gemeinde-/Stadtteile:
Altliebel, Daubitz, Hammerstadt, Neuliebel, Rietschen, Teicha

Wir für Rietschen (9 Sitze), CDU (5 Sitze)

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Der Bürgermeister von Rietschen
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Ralf Brehmer:

Ralf Brehmer ist 1967 geboren und war viele Jahre lang Bauamtsleiter in Rietschen. 2010 wurde er zum Bürgermeister der Gemeinde gewählt und 2017 im Amt bestätigt. Er ist Parteimitglied der SPD. Ralf Brehmer ist verheiratet und hat zwei Söhne. Freitagabends spielt er gern in der Mannschaft der „Alten Herrn“ Fußball oder man trifft ihn auf einer Joggingrunde durch den Wald.

Drei Fragen an Ralf Brehmer

Was bedeutet Enkeltauglichkeit für Sie?

Der Begriff ist gerade für den Strukturwandel sehr passend. Es geht darum, die Region zu entwickeln: Weg von der Braunkohleverstromung hin zu etwas Neuem – was auch immer das Neue sein wird. Die Rahmenbedingungen sollen klimafreundlich und nachhaltig sein. Unsere Enkel müssen aber auch Lohn und Brot verdienen. Daher bedeutet Enkeltauglichkeit für mich auch eine wirtschaftlich selbsttragende Region.

Warum ist Bürgerbeteiligung Ihnen ein Anliegen?

Ich habe das Gefühl, dass gerade in Ostdeutschland viele Menschen die Mechanismen der Demokratie noch nicht verstehen. Ich sehe hier in der Region einige schwierige Entwicklungen: Angefangen mit Menschen, die den Staat in Frage stellen, bis hin zu den Leuten, die immer dagegen sind und meinen, alles besser zu wissen. Daher die Idee, die Leute vorher zu fragen und verschiedene Meinungen einzuholen. Auch Menschen, die still und zurückhaltend sind, sollten mit einbezogen werden.

Was muss sich ändern in der Politik?

So schlimm, wie es von den Menschen dargestellt wird, die sich besonders laut äußern, ist die Situation aus meiner Sicht nicht. Allerdings hat man viele neue Trends nicht so richtig wahrgenommen – ein willkürliches Beispiel ist der Lehrermangel, vor dem schon vor fünfzehn Jahren gewarnt wurde. In der Politik darf es nicht nur um das Hier und Jetzt gehen, sondern es ist wichtig, auch die Zukunftsperspektiven im Blick zu haben.

Aus der Presse

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10.04.2022, Lausitzer Rundschau, Christian Köhler, Wie die Gemeinde ihre Einwohner besser einbeziehen will

Durchaus kritisch hat der Gemeinderat über ein Bürgerbeteiligungsprojekt in Rietschen diskutiert. Nicht alle sind dafür, am Ende aber setzt sich eine Mehrheit für das Experiment durch.

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14.03.2022, Lausitzer Rundschau, Christian Köhler, Mehr Mitsprache – gibt es bald einen Bürgerrat in Rietschen?

Viele Bürger wollen mehr mitreden. In Rietschen hat dazu ein Verein seinen Plan vorgestellt. Mit Hilfe von Bürgerräten könnten Einwohner mehr Mitsprache bekommen.