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Coesfeld

Coesfeld und LOSLAND

Nach Vorgesprächen mit Bürgermeisterin Eliza Diekmann wurde LOSLAND im November 2021 im Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Coesfeld vorgestellt. Es folgte eine angeregte Diskussion über Bürgerräte und die Entwicklung der Demokratie. Im Dezember entschied sich eine Mehrheit des Stadtrats für eine Teilnahme am Projekt. Der Zukunftsrat soll sich mit einem von Verwaltung und Politik erarbeiteten Leitbild für die Stadt Coesfeld befassen und es mit den Perspektiven der Bürgerinnen und Bürger anreichern.

Termine

Zukunftsrat

3. und 4. September 2022

Moderierte Veranstaltung mit gelosten Bürgerinnen und Bürgern zu der Frage:

Was bedeutet ein glückliches Zusammenleben in Coesfeld – und was brauchen wir dafür?

Zukunftsforum

11. September 2022

Öffentliche Veranstaltung in lockerer Atmosphäre zur Präsentation der Ergebnisse aus dem Zukunftsrat. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger aus Coesfeld sind eingeladen teilzunehmen.

Offen für alle Interessierten!

Wissenswertes über Coesfeld

Im westlichen Münsterland nahe der niederländischen Grenze liegt am Rand der Baumberge die Kreisstadt Coesfeld. Ihre Ursprünge finden sich im frühen Mittelalter. Am Marktplatz im Zentrum der Stadt steht die St. Lamberti Pfarrkirche mit ihrem weithin sichtbaren Turm. In der Kirche befindet sich das über Coesfelds Grenzen hinaus bekannte Coesfelder Kreuz aus dem 14. Jahrhundert. Die Berkel durchfließt die Stadt von Ost nach West vorbei am Walkenbrückentor. Es ist das letzte erhaltene von ehemals fünf Stadttoren der früheren Stadtbefestigung. Im Ortsteil Lette findet sich der Firmensitz des bekannten Unternehmens „Ernstings family“.

Coesfeld
Postleitzahl: 48653
Bevölkerung: 36.182
Landkreis: Coesfeld
Orts-/Gemeinde-/Stadtteile:
Coesfeld, Lette

CDU (18 Sitze), Grüne (9 Sitze), SPD (7 Sitze), Pro Coesfeld (7 Sitze), Aktiv für Coesfeld (2 Sitze), FDP (2 Sitze), Familie (1 Sitz)

 

Mitarbeitende in der Verwaltung: 288

Die Bürgermeisterin von Coesfeld
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Eliza Diekmann:

Eliza Diekmann, Jahrgang 1986, wurde 2020 als Quereinsteigerin zur Bürgermeisterin von Coesfeld gewählt und erhielt auf Anhieb 67 Prozent der Stimmen. Sie ist die jüngste und erste Rathauschefin ohne Parteibuch in der Geschichte der Stadt Coesfeld. Zuvor arbeitete sie in den Bereichen Journalismus und Unternehmenskommunikation. Seit Beginn ihrer Amtszeit setzt sich Eliza Diekmann für Bürgerbeteiligung ein. Sie ist Mutter von zwei Kindern.

Foto: Simon Thon

Drei Fragen an Eliza Diekmann

Was macht den Beruf als Bürgermeisterin aus?

Alles, was das Leben eines Menschen ausmacht, spielt eine Rolle in meinem Arbeitsalltag. Mein Beruf bietet eine unglaublich hohe Gestaltungsmöglichkeit. Man kann eine Stadtgesellschaft mit prägen, mit voranbringen, mit Dynamiken entfachen und wirklich nachhaltig einen Einfluss darauf haben, wie so eine Stadtstruktur funktioniert und wie Problemstellungen gemeinsam gelöst werden können.

Warum ist Ihnen Bürgerbeteiligung wichtig?

Letztlich ist vor Ort jeder Mensch ein Individuum mit eigenen Vorstellungen. Um das zu erarbeiten, was vor Ort gewünscht ist, müssen wir möglichst viele Menschen anhören, sonst können wir keine passgenaue, zielgerichtete Lösung erarbeiten. Deswegen: Je mehr Beteiligung, desto besser. Wenn auf dem Weg wirklich viele mitgenommen werden, ist die Akzeptanz für Maßnahmen im Nachhinein viel größer.

Was muss sich in der Politik ändern?

Wir schauen immer auf Brüssel, Berlin, und die Länder, wo viele Dinge vorangebracht werden. Aber es sind die vielen Kommunen, die nachher in der Umsetzung gefragt sind. Wir sollten auch bei strukturellen Veränderungen mehr Bottom Up denken: In den kleinen Kommunen starten, daraus lernen und das Gelernte auf Bund und Land übertragen.

Blogeinträge

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17.12.2021, Sternstunde der Demokratie – aus dem Stadtrat in Coesfeld
Am 16.12.2021 hat sich der Stadtrat in Coesfeld für einen LOSLAND Prozess entschieden. Im Blogeintrag erzählt Charlotte Bernstorff über die angeregte Diskussion zu Bürgerräten im Haupt- und Finanzausschuss.

Aus der Presse

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20.12.2021, Allgemeine Zeitung, Leon Seyock, Losland-Projekt gegen Stimmen der CDU beschlossen – „Es geht um Visionen für unsere Stadt”

Bereits zehn Ratsmitglieder hatten sich zu dem Thema Losland-Projekt zu Wort gemeldet, als Sami Bouhari (SPD) feststellte: „Unter diesen zehn Leuten war bislang eine Frau und einer mit Migrationshintergrund. Das allein ist doch schon Grund genug, das Projekt zu befürworten und verschiedene Menschen an einen Tisch zu holen.“

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13.11.2021, Allgemeine Zeitung (Coesfeld), Florian Schütte, Zukunftsrat findet breite Zustimmung

Breite Zustimmung hat es am Donnerstagabend im Haupt- und Finanzausschuss für das Losland-Projekt gegeben. Dabei soll ein zufällig aus der Bürgerschaft geloster Zukunftsrat das Leitbild der Stadt Coesfeld erarbeiten. Lediglich die CDU enthielt sich geschlossen der Stimme, weil noch „viele offene Fragen“ bestünden, wie Fraktionsvorsitzender Gerrit Tranel erklärte.

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11.11.2021, Allgemeine Zeitung (Coesfeld), Zukunftsrat soll neues Leitbild erarbeiten

Die Stadt Coesfeld möchte bis Ende 2022 am Losland-Projekt teilnehmen. Dabei werden aus dem Melderegister der Stadt zufällig Personen ausgelost.