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Leupoldsgrün
denkt das Miteinander der Zukunft

Leupoldsgrün befindet sich auf der Zielgraden in Richtung Zukunftsrat und hat wichtige Weichen gestellt, um „enkeltaugliche Kommune“ zu werden. Nach Überlegungen zum Format geht es nun an die konkrete Umsetzung. Im Februar 2022 soll in Leupoldsgrün ein großes Zukunftwochenende stattfinden.

In der Planungsphase der LOSLAND Prozesse sollen sich Gemeinderat und Verwaltung den Bürgerbeteiligungsprozess zu eigen machen und die Leitfrage nach der Enkeltauglichkeit für den Ort übersetzen. Zum einen soll an Bestehendes vor Ort angeknüpft werde, zum anderen sollen sich Politik und Verwaltung überlegen, wie der Beteiligungsprozess gestaltet sein muss, damit ein wirklicher Mehrwert für die Kommune entsteht. So will LOSLAND helfen, eine Kultur der Zusammenarbeit zwischen Politik und Zivilgesellschaft zu stärken.

In Leupoldsgrün sind die Mitglieder der Steuerungsgruppe inzwischen zu Experten für den Prozess geworden. Die Gruppe besteht aus Vertretern des Gemeinderats, der Bürgermeisterin und zwei Engagierten aus Leupoldsgrün. Eine wichtige Entscheidung betrifft die Leitfrage für den Zukunftsrat. Sie wurde von der Steuerungsgruppe für Leupoldsgrün folgendermaßen übersetzt: „Wie können wir unsere Gemeinde im Miteinander für die kommenden Generationen lebendig halten und was können wir dazu beitragen? Mit diesem Thema soll sich der geloste Bürgerrat beschäftigen und für die Politik richtungsweisende Empfehlungen erarbeiten.

Miteinander-Zeitstrahl, Telefonjoker und Losverfahren

Um der Frage ein wenig Kontext zu geben, ist die Idee entstanden, den gelosten Bürgerinnen und Bürgern einen Miteinander-Zeitstrahl mit auf den Weg zu geben, der über wichtige Ereignisse in der Geschichte Leupoldsgrüns informiert. Diesen Zeitstrahl und den Blick in die Vergangenheit sollen die Beteiligten als Anhaltspunkt nutzen können, um ihr Miteinander in die Zukunft zu denken. Der Zeitstrahl hört nicht in der Gegenwart auf, sondern gibt dem Miteinander der Zukunft eine konkrete Form.

In Bürgerräten gibt es die Möglichkeit Expertinnen und Experten einzuladen, die den Ausgelosten Fachwissen zu einem bestimmten Thema vermitteln. In Leupoldsgrün möchte die Steuerungsgruppe dem Zukunftsrat diese Möglichkeit mit Hilfe eines Telefonjokers bieten. Wenn die gelosten Bürgerinnen und Bürger Bedarf sehen, können sie vorher benachrichtigte Personen vom Fach anrufen, um Informationen einzuholen – etwa den Vorstand eines örtlichen Vereins.

Die Steuerungsgruppe hat sich außerdem mit dem Losverfahren beschäftigt, das in den LOSLAND Prozessen eine wichtige Rolle spielt. Es ist die Entscheidung gefallen, die gesamte Einwohnerschaft von Leupoldsgrün einzuladen, am Zukunftsrat teilzunehmen. Aus den Zusagen wird dann wiederum eine Gruppe unter Berücksichtigung von Alter, Geschlecht, Ortsteil und Lebenszeit in Leuopoldsgrün gelost. Die Ziehung soll öffentlich stattfinden.

Großes Zukunftswochenende in Leupoldsgrün

Im Februar 2022 soll es dann ein großes Zukunftswochenende in Leupoldsgrün geben. Freitag und Samstag tagt der Zukunftsrat aus gelosten Bürgerinnen und Bürgern und gleich am Sonntag werden die Ergebnisse im Zukunftsforum der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Steuerungsgruppe hat sich für den weiteren Prozess einen E-Mail-Verteiler und eine gemeinsame Cloud eingerichtet, über die Dokumente geteilt und die Fortschritte im Prozess festgehalten werden können. Die Methoden des LOSLAND Moderationsteams treffen bei der Steuerungsgruppe auf großen Zuspruch und eine engagierte Mitarbeit der Mitglieder. Aus der Erfahrung des Moderationsteams und dem Wissen der Steuerungsgruppe um die lokalen Begebenheiten entsteht so ein passgenauer Beteiligungsprozess für Leupoldsgrün.

Im Podcast „Wir Kommunalen“ berichtet Bürgermeisterin Annika Popp über den LOSLAND Prozess in Leupoldsgrün.